Marbet

Martina und Bettina sind eineiige Zwillingsschwestern. Da sie kaum zu unterscheiden sind, werden sie von vielen Marbet genannt, von wenigen, die sie unterscheiden können, werden sie Mar und Bet genannt.

Ihre Mutter Christina sagt:
„Ich liebe meine zwei Tinas! Und gemeinsam sind wir drei Tinas!“
Vater Christoph stört es nicht, von dieser Dreieinigkeit ausgeschlossen zu sein. Er sagt:
„Ich liebe meine Frau und meine Töchter! Wie hätten wir sie denn nennen sollen, wären sie Söhne geworden? – Martoph und Bettoph? Nein, nein, ich Toph liebe meine drei Tinas! Und wenn es mir mal zuviel wird, lese, höre oder schaue ich Karl Valentin.“

Mar und Bet haben mittlerweile das Erwachsenenalter erreicht. Sie lieben denselben Mann, der Sebastian heißt. Sie nennen ihn, zu Ehren ihres Vaters, liebevoll Sebastoph. Sie erwarten jeweils ein Kind von ihm. Sebastoph ist – es überrascht einen nicht – ein Mann, der sich gern mit Frauen umgibt.

Gespannt erwarten alle die Geburt der beiden Kinder, und alle hoffen, dass es zwei Mädchen sind, die geboren werden, die sie Valentina und Sebastina nennen wollen.