Uteto Fritts hat sich forgenommen

Uteto Fritz, der sich selbst als Künstler und Psychologen bezeichnet, war einst als Sprachenergetiker tätig. Diese Tätigkeit hat er jedoch aufgegeben, seit er als solcher in den sozialen Netzwerken bekannt gemacht wurde: Ich kann kein Sprachenergetiker sein, wenn ich als solcher bezeichnet werde, sagte Uteto Fritz dazu. Er hat sich seitdem sprachlich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nur manchmal meldet er sich, wenn sein Rat explizit angefordert wird.

Nun ist er jedoch von sich aus an mich herangetreten, um mir mitzuteilen, dass er sich vorgenommen hat, künftig beim schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache auf die vier letzten Buchstaben des Alphabets, nämlich auf das W, das X, das Y und das Z, zu verzichten. Zudem will er das Q in seinem schriftlichen Verkehr weglassen.

Das X will er durch KS ersetzen, das Y durch I oder Ü, das Z durch TS und das Q, das ohnehin nur in der Kombination mit U, also als Digraph QU verwendet wird, durch KV.

Kniffliger ist die Sache beim W, das sich als eigener Laut im Deutschen durchgesetzt hat, obwohl es ursprünglich nur ein doppeltes V ist. Das V hingegen ist zu einem Zwitterwesen zwischen F und W geworden, obwohl es ursprünglich nur wie das heutige W gesprochen wurde. Uteto Fritz will daher als Zwischenschritt in seiner schriftlichen Ausführungen der deutschen Sprache das V nicht mehr verwenden, sondern es, je nach Aussprache, durch das F oder das W ersetzen, um später, wenn er sich an diese Praxis gewöhnt hat, das W durch das V zu ersetzen.

Angeregt zu diesen Änderungen hat ihn übrigens, das möchte Uteto Fritz nicht unerwähnt lassen, sein ehemaliger Klient und Komparse Xaver Zinz.

Uteto Fritz betont ausdrücklich, dass er die Buchstaben Q, W, X, Y und Z nicht abschaffen, sondern durch ihre Ersetzung seine Kreativität im Sprachgebrauch erweitern will. Er behält sich vor, diese fünf Buchstaben in Zukunft weiterhin zu benutzen.

Außerdem bat er mich, sollte ich mit seinen Informationen an die Öffentlichkeit gehen, diese zukünftig immer zweisprachig zu veröffentlichen, was ich hiermit tue:

 

Uteto Fritts, der sich selbst als Künstler und Psüchologen betseichnet, var einst als Sprachenergetiker tätig. Diese Tätigkeit hat er jedoch aufgegeben, seit er als solcher in den sotsialen Nettswerken bekannt gemacht vurde: Ich kann kein Sprachenergetiker sein, venn ich als solcher betseichnet verde, sagte Uteto Fritts datsu. Er hat sich seitdem sprachlich veitgehend aus der Öffentlichkeit tsurückgetsogen. Nur manchmal meldet er sich, venn sein Rat eksplitsit angefordert vird.

Nun ist er jedoch fon sich aus an mich herangetreten, um mir mittsuteilen, dass er künftig beim schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache auf die fier letzten Buchstaben des Alphabets, nämlich auf das W, das X, das Y und das Z verzichten will. Tsudem vill er das Q in seinem schriftlichen Verkehr veglassen.

Das X vill er durch KS ersettsen, das Y durch I oder Ü, das Z durch TS und das Q, das ohnehin nur in der Kombination mit U, also als Digraph QU fervendet vird, durch KV.

Kniffliger ist die Sache beim W, das sich als eigener Laut im Deutschen durchgesettst hat, obwohl es ursprünglich nur ein doppeltes V ist. Das V hingegen ist zu einem Tswitterwesen zwischen F und W gevorden, obvohl es ursprünglich nur wie das heutige W gesprochen vurde. Uteto Fritts vill daher als Tsvischenschritt in seiner schriftlichen Ausführungen der deutschen Sprache das V nicht mehr fervenden, sondern es, je nach Aussprache, durch das F oder das W ersettsen, um später, venn er sich an diese Praksis gevöhnt hat, das W durch das V zu ersettsen.

Angeregt zu diesen Änderungen hat ihn übrigens, das möchte Uteto Fritts nicht unervähnt lassen, sein ehemaliger Klient und Komparse Ksaver Tsints.

Uteto Fritts betont ausdrücklich, dass er die Buchstaben Q, W, X, Y und Z nicht abschaffen, sondern durch ihre Ersettsung seine Kreativität im Sprachgebrauch erveitern vill. Er behält sich for, diese fünf Buchstaben in Tsukunft veiterhin zu benuttsen.

Außerdem bat er mich, sollte ich mit seinen Informationen an die Öffentlichkeit gehen, diese tsukünftig immer tsweisprachig tsu feröffentlichen.

 

Anmerkung: Um die Entwicklung in Uteto Fritz‘ Sinn voranzutreiben, habe ich in meiner Übersetzung seinen Zwischenschritt, das V durch F oder W zu ersetzen, übergangen, und habe sofort das W durch das V und das V, das wie F gesprochen wird, durch das F ersetzt.

 

 

Weronika auf Reise mit der satanischen Ferse

Veronika hatte ihre Reise in Växjö begonnen. Sie war dort in den Zug gestiegen, um über Kopenhagen und Hamburg nach Garmisch-Partenkirchen zu reisen. Als Lektüre für die Reise hatte sie Die satanischen Verse von Salman Rushdie dabei.

In Schleswig stieg ein deutscher Professor in den Zug, der den Platz ihr gegenüber bezog, um nach Hamburg zu fahren. Er sah Veronikas Lektüre und fragte sie, ob sie denn deutschsprechende Schwedin sei, was Veronika bejahte. Wohin sie denn reise? fragte er außerdem. Was sie, der Wahrheit entsprechend, mit Garmisch-Partenkirchen beantwortete.

Das waren für den Professor genug gestellte Fragen, und er ging in den Vorlesungsmodus über, während dem er keine Widerrede duldet.
Veronika, ich möchte Ihnen gerne etwas über den Buchstaben V im deutschsprachigen Kulturraum erzählen, sagte er:

Im süddeutschen Raum, vor allem in Bayern, wird das V wie F ausgesprochen, was Salman Rushdies satanische Verse zu einer satanischen Ferse machen. Je weiter nördlich man kommt, desto mehr wird das V wie ein W ausgesprochen. Das V ist ein Zwitterwesen zwischen F und W. Gäbe es das V nicht, müsste eine Feronika aus dem süddeutschen Raum, die nach Norden reist, sich bei Ankunft im Norden Weronika schreiben. Und umgekehrt. Aber sie schreiben sich ja, wie ich annehme, mit V.

Ja, sagte Veronika. und unterbrach den Vorlesungsmodus des Professors, indem sie weiterdozierte:
Ich kenne das W, von dem sie dauernd sprechen, gar nicht. Es ist für mich ein doppeltes V, das im Schwedischen praktisch nicht verwendet wird. Das V wird immer wie W gesprochen.

Sie schlug Die satanischen Verse zu und sah auf den Titel. Dann fuhr sie fort:
In Schweden würde niemand auf die Idee kommen, die satanischen Verse als satanische Werse niederzuschreiben, weil niemand bei satanischen Versen auf die Idee kommen würde, dass es sich um satanische Fersen handeln könnte.

Den Rest der Fahrt nach Hamburg verbrachten sie schweigend.