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Alfrederika

Alfred ist erfolgreicher Unternehmer. Sein Produkt ist eine Plastikkarte in Goldoptik, genannt Teuercard. Die Teuercard hat sich einen Namen als Wertanlage gemacht, deshalb wird sie auch Goldcard genannt, obwohl sie aus Plastik besteht und nur minimalste Spuren von Gold enthält, man vermutet, die angegebenen minimalsten Spuren von Gold sind ein reiner Marketing-Gag und die Teuercard enthält gar keine minimalsten Spuren von Gold. Es ist also davon auszugehen, dass die Teuercard nichts wert ist, dies wiederum ist eine Aussage ohne Wert, denn etwas hat genau den Wert, den man ihm beimisst. Für mich ist die Teuercard nichts wert, für andere ist sie soviel wert, dass sie alles dafür geben würden, oder, um es wirtschaftsspezifischer auszudrücken: Die Märkte zeigen große Phantasie, was den Wert der Teuercard betrifft.

Alfred hat sein Unternehmen mit dem Produkt Teuercard inzwischen teuer verkauft, um sich auf andere Dinge zu konzentrieren, zum Beispiel auf seine Familie, die aus seiner Frau Erika, seinen beiden kleinen Söhnen Manbert und Rofred und seit kurzem auch aus der Dackeldame Berta besteht. Alfred wollte eigentlich von Kind an aus dem Bert-Fred-Rhythmus seiner Familie ausbrechen – sein Vater heißt Albert, sein Großvater hieß Alfred, sein Urgroßvater hieß Albert, sein Ururgroßvater hieß Alfred, und so geht das zurück seit es Aufzeichnungen gibt. Doch selbst nach intensiven Diskussionen mit seiner Frau Erika kamen sie zu dem Entschluss, ihre Söhne Manbert und Rofred zu nennen, immerhin konnten sie sich dazu durchringen, sie nicht Manfred und Robert zu nennen, aber wieder findet sich Bert und Fred in beider Namen, was Alfred immer wieder niederschlägt. Wieso war er damals nicht fähig, seinen Söhnen andere Namen zu geben? Er schien dem Zwang unterlegen zu sein, seine Söhne Bert oder Fred zu nennen. Gibt es diesen Zwang? Oder bildet er sich diesen Zwang nur ein?

Trotz dieser zwanghaften Probleme in seiner Familie freute sich Alfred auf die Zeit ohne Teuercard, um mehr Zeit für Erika, Manbert, Rofred und auch für Dackeldame Berta zu haben. Aber just an der letzten Sitzung der Geschäftsleitung, an der er teilnahm, um die Dinge final zu übergeben, geschah etwas völlig Unvorhergesehenes: In dieser Sitzung wurde ein Mann namens Albert zum neuen Leiter des Marketings von Teuercard bestellt. Es war ungewöhnlich genug, dass dieser Mann ausgerechnet Albert hieß, aber Alfred verliebte sich in Albert, und zwar so heftig, dass er beschloss, sich von Erika scheiden zu lassen und Albert zu heiraten.

Mittlerweile tobt der Sorgerechtsstreit um Manbert und Rofred, Manbert und Rofred selbst lehnen Albert als ihre neue Mutter ab, Altmutter Erika sagt, Albert könne gar keine Mutter sein, Alfred sagt, man solle sich nicht in geschlechterspezifischen Begrifflichkeiten verlieren, wichtig sei die Geborgenheit, die Albert Manbert und Rofred vermittle und die Erika immer habe vermissen lassen.

Alfred hat jedoch, bei allem Glück mit Albert, nachdem seine erste Verliebtheit und die Flitterwochen nach der Hochzeit vorbei waren, psychologische Beratung aufgesucht, denn er wird den Gedanken nicht los, sich einmal mehr seiner familiären Zwanghaftigkeit unterworfen und ausgerechnet einen Mann namens Albert geheiratet zu haben.

Ungeachtet dieser ersten Eheprobleme bemühen sich Alfred und Albert gerade um die Adoption eines neugeborenen Mädchens, der sie den Namen Alfrederika geben wollen, um das Vakuum zu füllen, dass die verhaltensauffällige und nun im Tierheim weilende Dackeldame Berta hinterließ.

Am Abgrund

Ich hatte beschlossen, Grund zu erwerben und darauf eine Immobilie zu errichten, bevor Bodenversiegelung gänzlich außer Mode kommt oder sogar verboten wird. Ich stellte jedoch fest, dass mein Kapital in Form von Geld nur für die Errichtung einer bescheidenen Immobilie reicht. Der Grund, den es zu erwerben galt, musste besonders günstig sein, denn eine Kreditaufnahme kam nicht in Frage. Allein der Gedanke, Schulden zu haben, bereitet mir Kopfschmerzen, löst Angstzustände aus, Angstzustände, deren Intensivierung durch tatsächliche Kreditaufnahme ich nicht erleben möchte. Deshalb kam ich auf die Idee, statt einem Ebengrund einen Abgrund zu erwerben, also einen Grund, der sich nicht waagerecht in die Landschaft weitet, sondern senkrecht zu Boden fällt.

Einen solchen Grund hatte ich schnell gefunden, doch bereits die Annäherung an diesen Grund bereitete ernste Schwierigkeiten: Es musste nämlich entweder der Ebengrund unter oder der Ebengrund über dem Abgrund überschritten werden, um sich dem Abgrund zu nähern, doch die jeweiligen Eigentümer der Ebengründe über und unter dem Abgrund verweigerten mir das Betreten ihrer Ebengründe, weshalb ich einen Heißluftballon anmietete, um mich so dem Abgrund zu dessen genauerer Besichtigung zu nähern. Diese aufwändige Annäherung verringerte mein verfügbares Kapital außerordentlich, was mich besorgte, denn es machte den potentiell günstigen Erwerb des Abgrundes unnötig teuer.

Dennoch gab es kein Zurück: Ich begab mich mit einem Ingenieur in den Korb, der am Ballon befestigt war, blies heiße Luft in den Ballon, wir hoben ab und steuerten auf den Abgrund zu, der Ingenieur äußerte sich schon von Weitem skeptisch über die Beschaffenheit des Abgrundes, er bezweifelte, dass es möglich sei, an ihm ein stabiles Fundament zu errichten, an dem eine Immobilie hängen könnte, zugleich meinte er, er sei nicht sicher, ob an Abgründen Baurecht bestehe, hänge doch der errichtete Bau unter dem darüberliegenden Ebengrund, vor allem aber über dem darunterliegenden Ebengrund, dies müsse ich unbedingt juristisch klären, bevor an irgendeine Bautätigkeit zu denken sei. Ich hatte mir meinen Einstieg ins Immobiliengeschäft leichter vorgestellt. Mitten in unser Gespräch schrie plötzlich der Eigentümer des Ebengrundes unter uns: „He, Sie, verlassen Sie sofort den Luftraum über meinem Grundstück, sonst hole ich die Polizei!“ Ich begriff nun, dass ich neben dem Ingenieur auch einen Juristen in den Korb hätte nehmen sollen, es wäre zwar eng geworden im Korb, aber so hätte man die bereits jetzt akut auftretenden Rechtsschwierigkeiten unvermittelt klären können, andererseits hätte das Engagement eines Juristen mein knappes Kapital noch mehr belastet, sodass an einen Baubeginn am Abgrund nicht mehr zu denken gewesen wäre, ich sah mein Kapital zur Neige gehen, ohne Irgendetwas errichtet zu haben, aus lauter Verzweiflung wegen dieser Vorstellung vergaß ich, heiße Luft in den Ballon zu blasen, der Ballon sank am Abgrund entlang und näherte sich bedrohlich dem Dach des Hauses, dass der Eigentümer des Ebengrundstückes unter dem Abgrund errichtet hatte, als der Ballon plötzlich und abrupt zusammensackte und sämtliche heiße Luft aus ihm entwich, der Ingenieur und ich krachten daraufhin mit unserem Korb auf das Dach des Hauses am Ebengrundstück unter dem Abgrund. Bevor die zusammensackende Ballonhaut uns zudeckte, schaute ich nach oben, ich sah den Eigentümer des Ebengrundes über dem Abgrund mit einem Bogen in der Hand, es ist zu vermuten, dass er einen Pfeil auf den Ballon abgeschossen hatte, aber natürlich kann ich das nicht beweisen, es ist nur eine Vermutung, eher ist mir mein fahrlässiges Nichtheißeluftindenballonblasen zur Last zu legen, so ist zu vermuten, jedenfalls kamen der Ingenieur und ich in unserem Korb auf dem beschädigten Dach zu liegen, immerhin, wir kamen auf dem Dach zu liegen und schlitterten nicht am Gebäude entlang weiter, um krachend am Ebengrund zu landen, so blieben wir nahezu unverletzt, ich schob unter mühsamen Bewegungen die Ballonhaut zur Seite und sah den Eigentümer des beschädigten Daches unten auf dem Ebengrund stehen, mir lag die Frage auf der Zunge, ob sein Haus jetzt dachlos sei, hatte ich doch nicht den Mut, den Schaden selbst zu inspizieren, doch der Ingenieur hielt mich vor solchen Äußerungen zurück, der Eigentümer des Ebengrundes unter uns sprach heftig erregt in sein Mobiltelefon, vermutlich sprach er mit seinem Anwalt, die Polizei war längst unterwegs, ich sah heftige Kosten auf mich zukommen, die definitiv mein ganzes Kapital auffressen würden, mehr noch, ich würde wohl Schulden aufnehmen müssen, das Projekt Bau am Abgrund war gestorben, ich fühlte mich mittel- und wehrlos, quasi obdachlos, obwohl ich auf dem Dach saß, ich kauerte mich in den Korb, um der harten Realität kurz zu entfliehen, doch der Korb würde mir nicht lange Schutz bieten, ich begriff, dass nun, ohne Kapital, nichts half als die bedingungslose Kapitulation.

Klagelied an das (fehlende) Kapital

Querverbindung

Ungläubig starre ich auf das Grün
während die Hunde bellen
und der Strom
am Grün vorbeirollt
in beide Richtungen.
Gegen einen zu gehen
heißt mit dem anderen zu gehen
ein Wechselstrom
in beide Richtungen
den es zu queren gilt
unten durch
wo ich das Grün mit
und den Himmel über mir
verliere
wo ich mich
– so die Sorge –
selbst verliere
ohne Himmel, ohne Grün
gehe ich quer
und renne ihm entgegen
dem Lichtschein
am Ende des Tunnels

und nach dem Quergang
zu meinen großen Erstaunen
das Grün mit
und der Himmel über mir.

Confusion 3

Fortsetzung von Teil 2

Wir hörten stundenlang Confusion von ELO, mein Onkel und ich.

Jedesmal wenn der Song zu Ende ging, hob mein Onkel die Nadel, schwenkte sie zurück zum Anfang und ließ sie wieder auf die Platte gleiten, sehr darauf bedacht, genau den Anfang zu erwischen, um unnötiges Geschrei zu vermeiden, denn auf den ersten Song Shine a Little Love vor Confusion reagierte ich fast so allergisch wie auf Glasscheiben. Ich saß währenddessen da mit dem Plattencover in der Hand, das ich fasziniert betrachtete, es gab mir Geborgenheit, es gibt mir jetzt noch Geborgenheit, es zeigt den jungen Mann mit Turban, der das Raumschiff betrachtet, ich sitze jetzt genauso über ihm wie vor über vierzig Jahren, wie sollte es auch anders sein, ich bin noch immer derselbe Junge, ständig in Angst und Sorge, durch dicke Glasscheiben von der Liebe getrennt zu werden: You lost your love and you just can’t carry on, you feel there’s no one there for you to lean on.

Confusion

Irgendwann endete dieser wunderbare Confusion-Tag bei meinem Onkel. Meine Eltern kamen aus der Stadt zurück und holten mich ab, sie fuhren mit mir nachhause in den Chiemgau. Ich hatte mich beruhigt, so erzählt meine Mutter, ich summte während der Fahrt Confusion, so gut ich das mit drei Jahren konnte, zuhause machte ich Fortschritte beim Wiedererkennen meiner Eltern, und alles geriet in Vergessenheit. Nur meine Angst vor dicken Glasscheiben blieb. Ich hatte panische Angstattacken, vor allem wenn meine Mutter außer Haus ging und ich sie durch das Fenster fortgehen sah.

Als ich ins Schulalter kam, nahm mich meine Großmutter zur Seite und sagte mir eindringlich: „Bub, du musst funktionieren, jetzt kommst du in die Schule, wo kommen wir da hin, wenn du dich dauernd so aufführst? Willst ins Irrenhaus kommen?“ Ich bekam daraufhin panische Angst vor meinen Angstattacken. Wenn ich sie hochkommen spürte, rannte ich tief in den Wald neben unserem Haus, lief weinend zwischen den Bäumen herum, und als ich mich beruhigt hatte, schlich ich leise nachhause.

Als ich vierzehn war, träumte ich davon, zu meinem Onkel nach München zu ziehen. Er wohnte noch immer im Arabella-Hochhaus, und ich hoffte, die Pet Shop Boys, meine damaligen Idole, würden in den Musicland-Studios ein Album produzieren, wo ich sie dann treffen könnte. Doch mitten in diesen Traum platzte die Nachricht, dass mein Onkel verschwunden ist, spurlos, damals konnte man noch, ohne Handy, spurlos verschwinden, seine Wohnung fand man vollkommen leer vor, nur eine Schallplatte in der Hülle lag auf dem Boden, Discovery von ELO, mit einem beschriebenen Zettel darauf: Für meinen Neffen Emil. Niemand konnte mit dieser Nachricht etwas anfangen, auch ich nicht, ich wollte nichts mit ihr anfangen, ich nahm sie wahr, tief in meinen seelischen Tiefen, in die ich nicht hinabsteigen konnte, die Nachricht ging in der allgemeinen Trauer verloren, im Schluchzen meiner Mutter um ihren Bruder.

Bald darauf machten die Musicland-Studios zu. Meine Angstattacken kehrten heftig zurück, ich konnte sie nicht mehr kontrollieren. Nach ein paar Jahren, ich hatte unter anderem einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter mir, erklärte man meinen Onkel für tot. Discovery mit dem Zettel meines Onkels drauf ging bei irgend einem Umzug verloren. Ich habe viele Umzüge hinter mir. Denn ich flüchtete nun nicht mehr nur in den Wald vor meinen Angstattacken, sondern in andere Länder und Städte. Um wieder in München zu landen. Um hier langsam zu beginnen, meine Confusion anzusehen und zu sortieren.

Ich betrete die Wiese am Wasser mit den Bäumen. Die Sommersonne steht hoch am Himmel. Ein leiser Wind säuselt durch die sattgrünen Blätter der Bäume und begleitet das Rauschen des Baches. Mein Handy vibriert: Anna-Sophia fragt, ob wir uns treffen können. Darunter sehe ich noch einmal die Nachricht von Jeanne: Sie ist auf dem Rückweg aus Frankreich. Johanna winkt mir aus dem Gras: Bestanden! ruft sie. Weiter hinten sehe ich Nana und Boris, wie sie ein Bad nehmen.

Confusion 2

Fortsetzung von Teil 1

Als sich der Schwindel gelegt hat, richte ich mich auf, werfe eine Decke über meinen fröstelnden Rücken und beuge mich über das Plattencover. Vorsichtig, mit immer noch zitternden Händen, nehme ich die Platte aus der Hülle, lege sie auf den Spieler, A-Seite nach oben, und hebe die Nadel an den Anfang des zweiten Liedes:

Ich höre die ersten Klänge, ich spüre mein Herz schlagen, ein Schauer geht über meinen Rücken, Raum und Zeit heben sich auf, es katapultiert mich ins München des Jahres 1980, in die Wohnung meines Onkels im Arabella-Hochhaus in Bogenhausen:

Ich war damals gerade von einer mehrwöchigen Auszeit im Krankenhaus, die mir infektiöse Bakterien in meinem Darm ermöglicht hatten, zu meiner Familie zurückgekommen. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr hatte man mich vollkommen isoliert. Knapp drei Jahre war ich alt, ich habe keine Erinnerungen an diese Zeit im Krankenhaus. Nur an die dicke Glasscheibe, die mich von meiner Umwelt trennte, auch von meinen Eltern, diese Scheibe erscheint mir heute noch in meinen Träumen. Die Isolation war so perfekt gewesen, dass ich nach meiner Heimkehr meine Eltern nicht mehr erkannte. Um meine Erkennungsfähigkeiten ihnen gegenüber wieder zu erlernen, wollten sie mich nicht allein mit meiner Schwester und meinen Großeltern lassen, als sie nach München fuhren um einige Dinge zu erledigen. So packten sie mich ins Auto und nahmen mich mit. Während der Hinfahrt, so erzählt meine Mutter, wobei sie sich selbst nicht mehr ganz sicher ist, es ist ja schon so lange her, doch sie ist sich ziemlich sicher, während der Hinfahrt kamen sie und mein Vater auf die Idee, mich nicht in die Stadt mitzunehmen, sondern mich zu meinem Onkel zu bringen, um ihre Erledigungen ohne mich schneller erledigen zu können.

Mein Onkel residierte im Arabella-Hochhaus in Bogenhausen, in der neu errichteten Vorstadt, ziemlich futuristisch muss das damals gewesen sein, ziemlich hoch oben im Hochhaus hatte er seine Wohnung. Mein Onkel war ein Musik-Freak, sagt meine Mutter, mit großem Stolz präsentierte er jedem seine Plattensammlung und erzählte von den Musicland-Studios, die sich im Keller des Hochhauses befanden, die Familienlegende sagt, dass er einst Freddie Mercury am Gebäude getroffen und sich mit ihm unterhalten hat. Und Jeff Lynne von Electric Light Orchestra sowieso, meine Mutter sagt, das war sein größter Held unter den Heroen, die sich im Keller des Arabella-Hochhauses einfanden, um ihre Platten aufzunehmen.

Meine Eltern jedenfalls, so erzählt meine Mutter, übergaben mich der Obhut meines Onkels, um in die Stadt zu fahren und dort ihre Erledigungen zu erledigen. Was sich danach in der Wohnung meines Onkels abspielte, lässt sich natürlich nicht mehr genau rekonstruieren, aufgrund meines damaligen Alters von nicht einmal drei Jahren kann ich es lediglich erspüren. Und jetzt, endlich, nach so vielen Jahren, jetzt, wo ich wieder Confusion von ELO höre, spüre ich sehr klar und sehe folgende Szenerie vor mir:

Mein Onkel geht mit mir auf dem Arm zur Fensterfront, um mir die Aussicht zur Stadt zu zeigen, wohin meine Eltern unterwegs sind. Er ahnt nichts von meiner Allergie gegenüber Glasscheiben, die sich während meines Krankenhausaufenthaltes akut ausgebildet hat, ich bekomme einen heftigen allergischen Anfall, der sich in fortdauernden Weinkrämpfen äußert, meine Eltern kann er nicht erreichen, das Mobilfunkzeitalter ist noch fern, in seiner Verzweiflung überlegt er, was mich beruhigen könnte, er denkt an Musik, die ihn selbst beruhigt. Ich glaube, ja ich bin mir sicher, ich sehe es vor mir, er legt Discovery von ELO auf, das Album, nicht die Single Confusion, er hatte nur Alben, keine Singles, dann drückt er mir das Cover in die Hand. Bei Confusion, dem zweiten Song auf der A-Seite beruhige ich mich, bei Need Her Love, dem dritten Song auf der A-Seite, fange ich wieder zu schreien an, also hebt er die Nadel wieder zurück zu Confusion. Das macht er so lange, bis meine Eltern aus der Stadt zurückkommen…

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Confusion 1

Es war ein schöner milder Sommerabend, die Sonne schien, ich blieb bei den Bäumen, bis die Sonne hinter ihnen zu versinken begann, das Wasser plätscherte wenige Meter neben mir, im Gras sitzend mit dem Rücken an den Stamm gelehnt betrachtete ich den Himmel, durch den die Fledermäuse flogen, Jeanne war wieder nicht gekommen, sie war nach Frankreich aufgebrochen, das hatte sie mir geschrieben, das ist jetzt einige Wochen her, ich glaube sie ist noch immer in Frankreich, ich glaube es geht ihr gut in Frankreich, ich vermisse sie, Johanna ist auch nicht gekommen, sie muss lernen, sagte sie zu mir, vor über zwei Wochen war das, als sie das zu mir sagte, seitdem ist sie nicht mehr gekommen, ich glaube ich bin zu alt für Johanna, ich glaube, sie ist zu jung für mich, ich vermisse Johanna. Die Sonne ist hinter den Bäümen versunken, ich beginne zu frösteln, keine Jacke, keine Decke zur Hand, ich schließe die Augen und träume davon, hier am Baum mit Anna-Sophia, die ich gestern getroffen habe, einzuschlafen.

Ich stehe auf und mache mich auf den Heimweg in die Stadt, wo ich Nana und Boris treffe, und Nana fragt, ob ich von der Wiese am Wasser mit den Bäumen komme, sie schaut mich dabei an mit mütterlichem Blick, was mich freut und kränkt zugleich, Boris erzählt derweil von seinem Leben, ich mag Boris gern, zu Nana zieht es mich hin, wenn ich Nana mit Boris sehe, redet sie mit mir, wenn ich Nana ohne Boris sehe, weist sie mich ab, Nana gibt es nur mit Boris, bürgerlich-gesittet, weit weg von einer Ménage à trois, um die ich meinen Möglichkeitsraum erweitert habe, ohne daran zu glauben, jedenfalls fragt Nana, ob wir uns bald auf der Wiese am Wasser mit den Bäumen wiedersehen, eine Frage, die ich im Raum stehe lasse und gehe, dieses Gehen lässt mich mein Haustor erreichen, am Tor steht eine Box mit Geschenken für den der vorbeikommt und sich beschenken lassen will, jedenfalls steht Zu Verschenken auf der Box, womit, so nehme ich an, ihr Inhalt gemeint ist, die Box ist voller alter Schallplatten in ihren Hüllen, ich blättere durch sie und entdecke das Album Discovery von Electric Light Orchestra. Ergriffen ergreife ich die Hülle, der junge Mann mit Turban der das Raumschiff betrachtet darauf. Sanft streiche ich ihm über das Gesicht. Ich bin fassungslos, dass diese Platte hier auf der Straße herumliegt, zu verschenken. Ich drücke sie an mich, ungläubig, glücklich und unglücklich zugleich. Da ist wieder dieses Gefühl, das mich öfter befällt, dieses Gefühl, das ich früher als Angstattacke bezeichnete und neuerdings Confusion nenne, das ich sehr lange nicht ertragen konnte, gehasst und gemieden habe. Ich musste funktionieren.

Es ist ein intensiver Confusion-Anfall, einer, der den Weg vom Haustor zur Wohnungstür zu einem langen werden lässt. Mit zitternden Beinen gehe ich durch die Toreinfahrt, ich hetze die Treppe hoch, um die rettende Wohnung zu erreichen, zum Zittern kommt Schüttelfrost, an der Wohnungstür wird mir schwindelig, ich stolpere zum Sofa und lasse mich fallen, ich drücke die Platte fest an mich und atme tief durch…

weiter zu Teil 2

Brief vom Regen an die Ruhr

Ich bin in der Stadt Regen am Fluss Regen, Regen fiel in Regen, auch in den Regen, der trotzdem, oder besser wegen dem fallenden Regen weiterfloss, ich beschloss, mich im Regen von Regen zu regen, mich also ein wenig zu bewegen, jedenfalls mich nicht aufzuregen, eher abzuregen, da zog der Regen schon wieder ab aus Regen, ich folgte keinem von beiden, weder dem fallenden noch dem fließenden Regen, der bei Regensburg in die Donau fließt, sondern blieb in Regen, kam ich doch gerade von der Ruhr, dort hattest du mich berührt, ich hatte mich berühren lassen, ich bekam zwar nicht die Ruhr, nein, meinen nervösen Darm gleich als an der Ruhr leidend zu bezeichnen käme mir übertrieben vor, trotzdem zeigt mir mein nervöser Darm, dass ich nach wie vor in Ruhr bin von deinem Berühren, in eiligem Bewegen und Erregen, was sich nicht nur in meinem eiligen Bewegen von Ruhr zu Regen ausdrückt, sondern nach wie vor auch über meinen Darm, wenn auch nicht mehr so heftig wie bei dir an der Ruhr, ich kann mir immer noch nicht erklären, was mich so in Ruhr brachte bei deinem Berühren, vielleicht muss ich es spezifizieren und es statt Ruhr als Aufruhr bezeichnen was sich an und in mir abspielt, dein Berühren hat bei mir alles ins Bewegen gebracht, der Aufruhr ist gewaltig, was anderes hätte ich tun sollen als an den Regen zu flüchten? es ist müßig darüber nachzudenken, ich habe es ja gemacht, bin an den Regen geflüchtet, doch kaum war ich angekommen, quälte mich die Sehnsucht nach dir, nach deinem Berühren, wieso bin ich nicht bei dir an der Ruhr geblieben? war der Aufruhr in mir zu heftig, um an der Ruhr zu bleiben? ich kann es nicht glauben, dass ich nun am Regen und nicht an der Ruhr bin, trotzdem glaube ich, dass der Regen am Regen mir gut getan hat, ich bleibe wohl noch eine Weile in Regen, ohne Regen, obwohl, vielleicht fahre ich doch gleich wieder an die Ruhr, um mich von dir berühren zu lassen.

Ode an die Ruhr

Der alte Herr an den roten Ampeln

Den alten Herrn sehe ich schon seit Jahren an der immer selben Kreuzung.

Die Kreuzung ist nicht vielbefahren, trotzdem war der Verkehr an ihr jahrelang durch Ampeln geregelt. Der alte Herr stand jedesmal wenn ich ihn sah an derselben Straßenecke an einer der beiden Ampeln. Immer war die Ampel, an der er stand, rot. Nie war die Ampel grün, nie ging er über die Straße, wenn ich vorbeikam. Er stand immer an einer der beiden Ampeln, wenn sie rot war. Das kam mir mit der Zeit merkwürdig vor.

Deshalb blieb ich eines Tages, als ich den alten Herrn wieder an der roten Ampel hatte stehen sehen und die Kreuzung passiert hatte, in einiger Entfernung selbst stehen, um ihn zu beobachten: Ich wartete gespannt, was er machen würde, wenn die Ampel grün wird – als sie grün wurde, ging er nicht über die Straße, sondern drehte sich um neunzig Grad und wechselte zur anderen Ampel, die rot war. Nun stand er an dieser Ampel. Als diese grün wurde, wechselte er wieder zur Ampel, die nun rot war. So ging das hin und her, er wechselte von der einen Ampel zur anderen. So war das also! Ich hatte genug gesehen. Ich hatte das Geheimnis des alten Herrn an der roten Ampel gelüftet und fuhr weiter.

Vor einigen Monaten wurden die Ampeln an der Kreuzung abgebaut und rechts vor links eingeführt. Ich sah den alten Herrn nun nicht mehr, was mir folgerichtig erschien: Es gibt ja keine roten Ampeln mehr, an denen er stehen kann. Trotzdem ging er mir nicht aus dem Kopf: Hatte er sich nun eine andere Kreuzung gesucht, an der er vor roten Ampeln stehen kann? Oder hat er sein Stehen vor roten Ampeln gänzlich aufgegeben?

Gestern kam ich wieder einmal an der Kreuzung vorbei, und der alte Herr stand, zu meiner Überraschung, ja, fast zu meiner Freude, wieder an der Straßenecke, so wie früher, als die Ampeln noch da waren. Er stand reglos und rührte sich nicht. Ich blieb stehen und gab ihm ein Zeichen, dass er die Straße überqueren kann. Er aber blieb stehen, reglos, mit starrem Blick, er setzte keinen Fuß auf die Straße. Nach einigen Momenten drehte er sich um neunzig Grad, ging ein paar Schritte an die Stelle, wo früher die andere Ampel stand, und blieb dort stehen.

Während dieser paar Schritte hatte er einen Zettel verloren. Der Zettel war zu Boden gefallen. Ich stieg vom Fahrrad und hob den Zettel auf, wollte ihn ihm geben, aber er reagierte nicht, blieb reglos stehen an der Stelle, wo früher die Ampel war. Ich faltete den Zettel in meiner Hand auf und las:

Ich bin Beamter geworden, weil mir schon damals klar war, dass Stillstand die sicherste Option im Leben ist. Alles muss geregelt sein, um nicht im Chaos des Lebens zu versinken. Meine Pensionierung war der erste Tod in meinem Leben, der erste Fall aus der Ordnung. Nun haben sie mir auch noch meine roten Ampeln weggenommen, die mir so viel Sicherheit gegeben haben. Wozu soll ich noch leben?

Ich hielt ein Manifest in Händen. Ein Manifest des Lebens des alten Herrn. Ich war ergriffen, so unvermittelt so viel über das Leben des alten Herren an der Kreuzung erfahren zu haben. Noch einmal unternahm ich einen zaghaften Versuch, ihm den Zettel zurückzugeben. Er aber ging an mir vorbei, als ob ich nicht da wäre, und wechselte zur anderen Ampel. Ich blieb eine Weile stehen und beobachtete ihn. Er ging in strengem Rhythmus hin und her, durch jahrelange Übung hatte er die Intervalle der Rot-Grün-Schaltungen verinnerlicht und brauchte die Ampeln gar nicht für sein Hin- und Hergehen. Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass die Ampeln wieder da sind, ich konnte sie sehen, durch sein rhythmisches Gehen. Es war wie früher, als wären die Ampeln nie abgebaut worden. Und gleichzeitig beschlich mich eine Ahnung, dass der alte Herr aus seinem Rhythmus ausbrechen würde, dass er die Straße betreten würde, sogar wenn die Ampel rot ist und niemand damit rechnen würde, nicht mal er selbst.

Zweitgrößte Stadt Deutschlands

Die Gründe, die mich in die zweitgrößte Stadt Deutschlands führten, sind im Grunde nicht wichtig, es ging lediglich um die schnellstmögliche Beförderung eines Automobils, und das geht immer noch am schnellsten mit einem Fahrer am Steuer desselbigen, also setzte ich mich ans Steuer des besagten Automobils und fuhr nach Ingolstadt, der Motor generierte thermische Explosionen in hoher Dichte, das Getriebe übertrug diese explosive Energie auf die Räder, was mich schnell nach Ingolstadt beförderte, das auf der nördlichen Halbinsel Oberbayerns liegt, umgeben von Niederbayern, der Oberpfalz, Mittelfranken und Schwaben, die Grenzen Bayerns verschwimmen in Ingolstadt, der Freistaat in Anarchie, jedenfalls war ich schnell in Ingolstadt, im Norden Ingolstadts, um genau zu sein, doch kaum angekommen, musste es plötzlich nicht mehr schnell gehen, ich hatte das Automobil geparkt am geteerten Parkplatz in der knallenden Sonne, ich stand neben ihm und hörte das Knistern der Karosserie, das Erholen von der rasanten Fahrt, heiß, heiß, Abkühlung notwendig und nicht möglich, ich wartete und wartete, der Empfänger des Automobils kam nicht, ich stand zwischen hohen, abweisenden Gebäuden hinter Zäunen, hoch geheim schien alles, ich wagte nicht einmal, das Automobil zu fotografieren, aus Angst, dabei selbst fotografiert und belangt zu werden, ich dachte, wohl um mich abzulenken von dieser Drohkulisse, an die größte Stadt Deutschlands, an Darmstadt, größer als Ingolstadt, weshalb Ingolstadt nur die zweitgrößte Stadt ist, ich bin noch nie in Darmstadt gewesen, doch: einmal, doch ich habe Darmstadt nur durchfahren, mit einem Automobil, das zählt nicht, zumindest nicht in meiner Rechnung, endlich kam der Empfänger des Automobils, er nahm Schlüssel und Papiere entgegen, hektisch, konspirativ, jetzt ging plötzlich alles wieder schnell, ich grüßte und ging, der Gruß war grußlos, ein Wort ohne Wert, wir mochten uns nicht, wir hatten keinen Grund uns zu mögen, jeder in Eile zu anderen Dingen, ich zu meinem Zug, der mir trotz der Eile vor der Nase davonfuhr, er hatte mich zu lange warten lassen, der Empfänger des Automobils, natürlich konnte er nicht wissen, dass ich nach einer rasanten Fahrt immer noch in Eile war, dass er durch sein Michwartenlassen mich den Zug verpassen ließ, ich glaube, er fährt nur Automobil, nie Zug, er kennt nicht das Gefühl des Zugverpassens, ich verließ den Steig an den Schienen, was nun in dieser trostlosen Welt, da sah ich einen Bus, Fahren Sie zum Hauptbahnhof? – Ja, auch, ich stieg in den Bus, verließ das weite Industrieareal mit seinen hohen, abweisenden Gebäuden hinter Zäunen, die enge Innenstadt Ingolstadts, in die der Bus fuhr, wirkte wie eine Befreiung, erst recht die Überquerung der Donau, südlich der Donau liegt der Hauptbahnhof, dort angekommen stieg ich aus dem Bus, ich überlegte nun, ob es passend wäre, nach Darmstadt weiterzufahren, während dieser Überlegungen fuhr ein ICE nach Düsseldorf ein, im übrigen das größte Dorf Deutschlands, doch ich ließ diesen ICE ohne mich abfahren, ich verwarf auch die Idee, nach Darmstadt zu fahren, ich hatte genug von Städten und Dörfern, mögen sie auch noch so groß sein, ich setzte mich in einen Zug nach München, nach dorthin, von wo ich das Automobil nach Ingolstadt gefahren hatte.

Prinzipienreiter

Ipien ist ein historischer Landstrich, in dem das Adelsgeschlecht der von Ipien herrschte. Heute gibt es Ipien nicht mehr beziehungsweise der Landstrich, der so genannt wurde, wird jetzt anders genannt oder ist Teil eines anderen Landstrichs mit anderem Namen geworden. Ebenso wenig weiß man von den von Ipien, es hat sich nur die Legende eines Prinzen von Ipien überliefert, der ein leidenschaftlicher Reiter gewesen sein soll. Es gefiel ihm, sich hoch auf einem edlen Ross zu zeigen. Er ließ Gemälde von sich anfertigen, die ihn voller Anmut hoch zu einem edlen Rosse zeigen. Diese Gemälde besitzen heute hohen ikonographischen Wert.

Zu seinen Lebzeiten aber hatte der Prinz panische Angst davor, dass das ikonographische Bild von ihm zerstört werden könnte. Was, wenn jemand ihn sehen würde bei seinen Ausritten wie er gerade gähnt oder in seiner Nase bohrt, ja wenn er nur die Augen zu hätte, wenn dieser Jemand ein begabter Maler wäre und die ungünstigen Posen zu Papier brächte? Der Prinz ritt deshalb immer durch einsame Gegenden, Ipien war eine einsame Gegend und bot ihm für seine einsamen Ausritte ausreichend Raum, aber dennoch erschien dem Prinzen das Risiko zu hoch, in einer ungünstigen Pose festgehalten zu werden, in einem unbedachten Moment des Nasenbohrens, sodass er verfügte, dass ihn fortan ein ganzer Tross von Reitern begleiten sollte bei seinen Ausritten, der Tross sollte ihn umgeben, sodass er von seiner Umgebung nicht gesehen werden konnte.

Als er fortan mit seinem Tross unterwegs war, war er dennoch nicht zufrieden. Es missfiel ihm, dass die Reiter vor ihm nach vorne schauten und nicht zu ihm, dass sie nicht seine anmutige Haltung hoch zu Rosse bewunderten, und so verfügte er wieder. Nämlich dass die Reiter vor ihm rückwärts auf ihren Pferden zu sitzen haben, um ihn bewundern zu können. Diese Reiter mussten aber gleichzeitig die Kontrolle über ihre vorwärtsreitenden Pferde behalten, denn der Prinz war ein flotter Reiter, bevorzugt war er im Galopp unterwegs. Spezielle Zügel wurden entwickelt, damit die Reiter das Pferd von hinten steuern konnten, weiters eine eigene Zeichensprache zwischen den Reitern, damit die Reiter hinter dem Prinzen, die nach vorne schauten, die Reiter vor dem Prinzen, die nach hinten schauten, vor Gefahren warnen oder Kurven und Hindernisse ankündigen konnten.

Ipien hat also durch den Prinzen und seine edlen Ausritte in der Kavallerie neue Maßstäbe gesetzt: im Rückwärtsreiten und in der Kavalleriekommunikation. Ipien aber gibt es nicht mehr beziehungsweise der Landstrich, der so genannt wurde, wird jetzt anders genannt oder ist Teil eines anderen Landstrichs mit anderem Namen geworden. Vom Geschlecht der von Ipien haben sich nur die Ikonographien des Prinzen erhalten, wie er hoch zu einem edlen Rosse sitzt, allein vor einem weiten einsamen Landstrich, die also, so ist sich die historische Forschung heute einig, ein völlig verfälschtes Bild von den täglichen Ausritten des Prinzen geben.

Auch rückwärtsreitende Reiter sieht man nur noch selten, vor allem nicht im Galopp. Das einzige, was sich aus dieser Zeit erhalten hat, ist der Begriff der Prinzipienreiter, der an die Reiter erinnert, die rückwärts auf ihren vorwärts reitenden Rossen saßen, um den Prinzen von Ipien zu bewundern.