Aus gegebenem Anlass des meteorologischen Frühlingsbeginns hat sich die Weltorganisation für Meteorologie wohlwollend über Vorderbrandners Einteilung der Jahreszeiten geäußert.
Zunächst stellt sie fest, dass die Einteilung nach Monaten auch der ihren entspricht: Der Frühling besteht aus März, April und Mai, der Sommer aus Juni, Juli und August, der Herbst aus September, Oktober und November und der Winter aus Dezember, Januar und Februar. Die Ersetzung der Monatsnamen durch die Attribute früh, hoch und spät – bei Vorderbrandner entspricht der März dem Frühfrühling, der April dem Hochfrühling und der Mai dem Spätfrühling und so weiter – führe zwar zu eigentümlichen Wortphänomenen wie dem Frühfrühling, trage aber zum besseren Verständnis der Jahreszeiten in der breiten Bevölkerung bei. Außerdem trage es zur Vereinheitlichung des Jahreszeitenschemas bei, denn es sei verwirrend, den Frühling in Vor-, Erst- und Vollfrühling einzuteilen, den Sommer aber in Früh-, Hoch- und Spätsommer. Für diese Vereinheitlichung müsse man eigentümliche Wortphänomene wie den Frühfrühling in Kauf nehmen.
Die Einteilung Vorderbrandners ist der Weltorganisation für Meteorologie insgesamt jedoch noch zu ungenau, und sie plädiert dafür, die jeweiligen Früh-, Hoch und Spätdrittel der Jahreszeiten nochmals zu dritteln, den Frühfrühling beispielsweise in einen Frühfrüh-, in einen Hochfrüh- und einen Spätfrühfrühling einzuteilen und so weiter. Auf die konkreten Kalendertage bezogen schlägt die Weltorganisation für Meteorologie vor, die Tage vom 1. bis zum 10. eines Monats als früh, vom 11. bis zum 20. als hoch und vom 21. bis zum letzten als spät zu bezeichnen. Hier fällt auf, dass der Spätspätwinter im Vergleich zu anderen eine sehr kurze Jahreszeit ist, da er nur vom 21. bis zum 28. Februar dauert, in Schaltjahren bis zum 29. Februar.
Es kommt die Tatsache ins Spiel, dass, während die Erde sich einmal um die Sonne dreht, der Mond sich etwas mehr als zwölfmal um die Erde dreht. Doch diese Tatsache führe weg von der meteorologischen Betrachtungsweise der Jahreszeiten in eine astronomische, bei der der Frühlingsanfang an der Tag- und Nachtgleiche um den 20. März liegt, am Übergang des Hochfrühfrühlings in den Spätfrühfrühling also, so die Weltorganisation für Meteorologie, und deshalb sei dieser Aspekt aus meteorologischer Sicht nicht weiter zu verfolgen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Weltorganisation für Meteorologie eine Vorliebe für eigentümliche Wortkreationen zu haben scheint und Vorderbrandner bei seinen Schöpfungen unterstützt.